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Magazin der Schüßler-Plan Gruppe

Ausgabe 21 | 2023 Das Schüßler-Plan Prinzip

Artikel | Flexibilität

Gegenseitiges Vertrauen

Flexibilität am Arbeitsplatz spielt eine immer wichtigere Rolle. Sie ermöglicht es, berufliche Ambitionen mit einem erfüllten Privatleben zu vereinen. Ohne Disziplin und individuelles Engagement geht das aber nicht.

Seit der Geburt meiner Tochter Helena vor anderthalb Jahren bedeutet Privatleben vor allem, die Freuden und Pflichten eines jungen Vaters erleben zu dürfen. Besonders wichtig war meiner Frau Isabel und mir hierbei, dass wir die üblichen 14 Monate Elternzeit in gleichen Teilen wahrnehmen. Meine Entscheidung beziehungsweise mein Wunsch, die Arbeit für sieben Monate zu pausieren, stieß sowohl bei meiner Abteilungsleitung als auch bei der Geschäftsführung auf offene Ohren. Meine anfänglichen Bedenken, diese Idee kundzutun, waren also im Nachhinein vollkommen unbegründet.

Von einer flexiblen Gestaltung des Arbeitsplatzes habe ich bei Schüßler-Plan auch in anderen Bereichen profitieren können. Während ich seit 2020 in der Hochbauabteilung in Düsseldorf arbeite, hatte ich meine berufliche Laufbahn ursprünglich nach meinem Studium 2015 an unserem Standort in Hamburg begonnen. Da meine Frau und ich gebürtig aus dem Ruhrgebiet beziehungsweise Rheinland kommen, spürten wir nach rund drei Jahren Hamburg den Wunsch, zurück in die Heimat zu ziehen. Der firmeninterne Standortwechsel war in meinem Fall problemlos möglich und ich habe zudem vor meinem Start in Düsseldorf ein lang geplantes, einjähriges Sabbatical antreten dürfen.

Eine Entscheidung, die natürlich Auswirkungen auf meine Arbeit im Projekt hatte. Ich erinnere mich aber noch gut, wie meine Standortleitung letztlich volles Verständnis für unser Vorhaben hatte. Noch am selben Abend wurde mir per Telefon die Unterstützung seitens der Geschäftsführung mitgeteilt. Solche kurzen Entscheidungswege sind nicht selbstverständlich. 

Das Sabbatical nutzten wir vor allem, um Südostasien und Südamerika zu bereisen. Während der endlosen Bus- und Zugfahrten blieb dabei viel Zeit zum Lesen. Angeregt durch die Erzählungen der Einheimischen über das sich ändernde Klima und das schlechte Gewissen, einmal um die Erde zu fliegen, habe ich mich tiefergehend mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt. So wurde mir klar, dass auch bei uns in der Baubranche dringender Handlungsbedarf hin zu einer nachhaltigen Ausrichtung besteht. Nach unserer Rückkehr nach Deutschland und dem Wiedereinstieg ins Berufsleben in Düsseldorf, entschied ich mich daher, berufsbegleitend in diesem Bereich zu promovieren. Konkret beschäftige ich mich damit, wie Betonbauteile des Bestandes als solche wiederverwendet werden können, statt konventionell abgerissen zu werden. Hierdurch lassen sich Unmengen an grauen Emissionen einsparen. Um mein Promotionsvorhaben rasch voranzutreiben, wurde ich für 1,5 Tage die Woche von meinen eigentlichen Arbeiten bei Schüßler-Plan freigestellt.

„Es freut mich, etwas zurückgeben zu können.“ 

Schüßler-Plan profitiert in der Projektarbeit von Lukas Felbers Forschung.
Freiraum und Engagement

Die Flexibilität, die mir Schüßler-Plan bietet, biete ich im Umkehrschluss auch. Manchmal wird es später, dafür habe ich an anderer Stelle mehr Freiraum. Ich habe mich dafür entschieden, diesen Weg zu gehen. Das ist mit einem hohen Maß an Selbstdisziplin und Selbstorganisation verbunden. Denn die Projektarbeit und -ziele bleiben natürlich oberste Priorität. Es gibt Phasen, die sehr anstrengend sein können, Momente, in denen es schwer ist, alles unter einen Hut zu bekommen. Man muss bereit sein, diese Energie aufzubringen. Das Engagement des Einzelnen wird hier aber auch gesehen und Fachkarrieren werden gefördert. Der Teamgedanke, der im gesamten Unternehmen gelebt wird, war letztlich gleichermaßen ausschlaggebend dafür, diesen Weg gehen zu können – für diesen Rückhalt im Team bin ich dankbar.

Alles im Leben hängt zusammen: ohne Standortwechsel kein Sabbatical, ohne Sabbatical keine Promotion. Seit meinem Wiedereinstieg hilft mir das flexible Arbeitszeitmodell, auch kurzfristig zwischen Arbeit und Betreuung von Helena – zum Beispiel im Krankheitsfall – zu wechseln, sodass es uns gelingt, Familie, Arbeit und Promotionsvorhaben in Einklang zu bringen. Und schon bald werden wir einen weiteren „Schüßler-Plan-Vorzug“ in Anspruch nehmen: Ab Herbst diesen Jahres wird Helena die Kita besuchen, die sich im selben Gebäude wie das Düsseldorfer Büro befindet und von Schüßler-Plan bezuschusst wird. Da wir selber auch ganz in der Nähe wohnen, wird sich unsere Work-Life-Balance nochmals erhöhen. 

Text / Lukas Felber
Fotos / Theodor Barth