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Magazin der Schüßler-Plan Gruppe

Ausgabe 21 | 2023 Das Schüßler-Plan Prinzip

Artikel | Schüßler-Plan Akademie

10 Jahre Schüßler-Plan Akademie

Die Schüßler-Plan Akademie bietet im Rahmen ihres Schulungsprogramms allen Mitarbeiter*innen Persönlichkeitstraining, Konfliktmanagement, Bauüberwachung mit System, Baugrundrisiko, Grund- und Spezialtiefbau, Zeit- und Selbstmanagement, BIM, Projektleiterschulungen – und viele weitere Fortbildungsmöglichkeiten an. 

Die fachliche Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter*innen standen schon immer im Fokus der strategischen Ausrichtung von Schüßler-Plan. Lief dies in der Anfangszeit aufgrund der Anzahl der Mitarbeiter*innen zumeist über direkte persönliche Absprachen, so hat sich der Prozess im Laufe der Jahre und mit dem Wachstum von Schüßler-Plan kontinuierlich weiterentwickelt.

Im Jahr 2013 wurde die Weiterbildung mit der Gründung der unternehmenseigenen Schüßler-Plan Akademie auf ein professionelles Fundament gestellt. Seither bietet die Akademie ein vielfältiges Fortbildungsprogramm an, das bei Young Professionals in den ersten vier Beschäftigungsjahren auf die fachliche Weiterentwicklung setzt und später die Themenschwerpunkte auf Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation und Management legt sowie auf die Führung und das unternehmerische Handeln. Dieser Mix ist für den Erfolg der Akademie sowie die Weiterentwicklung der Mitarbeiter*innen von großer Bedeutung; schließlich ist der Auftrag und das Ziel der Akademie, den hohen Qualitätsanspruch, die individuelle Förderung und Motivation der eigenen Mitarbeiter*innen sowie den unternehmensweiten Wissenstransfer zu sichern. Den Mitarbeiter*innen stehen dabei unterschiedliche Schulungsformate zur Verfügung: Online-Live-Schulungen, Präsenzveranstaltungen oder E-Learnings.

BIM und IPA, Lean und Scrum

Einen hohen Stellenwert räumt die Akademie ebenso den Projektbedürfnissen und -anforderungen ein. Sind bestimmte Anforderungen für einen Auftrag erforderlich oder haben sich konkrete Methoden in den Projekten etabliert, so orientiert sich das Schulungsprogramm daran und bietet flexibel und schnell neue Trainingsinhalte an. Seien es wie vor einigen Jahren die BIM-Methodik oder aktuell Methoden im Bereich des agilen und des Lean Managements mit integrierter Projektabwicklung (IPA). Wichtig ist stets, schnell zu reagieren und umfassend zu schulen. Im Bereich der BIM-Schulungen wird dies seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert. Zunächst als internes E-Learning-Angebot mit einer anschließenden Abschlussprüfung gestartet, können seit 2020 auch externe Schulungsteilnehmer*innen den Kurs absolvieren und mit einem Zertifikat abschließen. Mit insgesamt über 300 internen und über 70 externen Absolvent*innen (Stand 09/2023) gehört die BIM-Basis-Schulung zu den Top-Weiterbildungsangeboten der Schüßler-Plan Akademie. 

Im Bereich IPA hat sich gezeigt, wie schnell und effektiv Schulungen umgesetzt werden können und wie sich aus aktuellen projektspezifischen Anforderungen die entsprechenden Schulungsbedarfe entwickeln. Innerhalb kürzester Zeit wurden über 40 Kolleg*innen zu zertifizierten Lean-Manager*innen und Scrum-Master*innen ausgebildet und können nun ihre Expertise in den jeweiligen Projekten anwenden und weitergeben.

Weitere Impulse für das Akademie-Programm und die Schulungsbedürfnisse kommen aus dem persönlichen Dialog mit den Mitarbeiter*innen. In den jährlich stattfindenden Mitarbeiter*innenentwicklungsgesprächen stimmen sie gemeinsam mit ihren Führungskräften mögliche Schulungsbedarfe ab und geben diese an die Schüßler-Plan Akademie weiter. Gibt es neue Anforderungen, so suchen die Kolleg*innen der Akademie entsprechende Anbieter, stimmen Inhalte ab und setzen die neuen Schulungen auf. Sobald die Termine für die Schulungen fixiert sind, wird das entsprechende Angebot im Intranet veröffentlicht und die Mitarbeiter*innen können sich über eine App anmelden.

Austausch und Netzwerk

Eine weitere Erfolgsgeschichte der Akademie sind die seit 2015 regelmäßig stattfindenden Projektleiter-Trainings für künftige Führungskräfte von Schüßler-Plan. Neben Inhalten im Bereich Soft-Skills gibt diese Qualifizierungsreihe den Teilnehmer*innen Grundlagen der Projektleitung an die Hand. Zudem vermittelt sie Grundwissen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Vergabe- und Vertragsrecht sowie in haftungsrechtlichen Themen und bereitet so die Kolleg*innen auf ihre künftige Rolle vor. Zusätzlich zu den Inhalten wird bei diesem Training allerdings auch großen Wert auf den Austausch und den Aufbau eines standortübergreifenden Netzwerks der Mitarbeiter*innen gelegt. Bei 22 Standorten und über 1.000 Mitarbeitenden ist dies ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Der Fokus beim Schulungsangebot der Akademie liegt dabei nicht auf der Quantität, sondern auf der Qualität. Dies gilt ebenso bei der Wahl der Seminaranbieter: Mit vielen Trainer*innen arbeitet die Akademie bereits seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen. Auf dieser Vertrauensbasis lassen sich Seminarinhalte bei Bedarf schnell anpassen und weiterentwickeln. Die Trainer*innen wissen außerdem, welche Philosophie und Kultur im Unternehmen verfolgt werden und sind so in der Lage, nicht nur die Seminarinhalte zu vermitteln, sondern auch die DNA von Schüßler-Plan. 


Was 2015 mit zwei eintägigen Schulungen für eine Pilotgruppe begann, hat sich in engem Austausch mit der Schüßler-Plan Akademie stetig weiterentwickelt. Im Oktober 2023 ging bereits die 30ste Gruppe Schüßler-Plan Projektleiter*innen an den Start. Die Teilnehmenden machen sich gemeinsam mit mir auf eine Lernreise von circa zehn Monaten, auf der ich mittlerweile über 200 Schüßler-Planer*innen begleiten durfte. Am ersten Tag des Startmoduls ist oft eine gewisse Anspannung bei den Teilnehmenden spürbar – alles Neuland: Die Gruppen werden standortübergreifend zusammengestellt und so kommt es nicht selten vor, dass manch einer noch niemanden kennt. Spätestens nach dem ersten gemeinsamen Tag und einem gemeinsamen Abendessen ist das Eis gebrochen.

Annika Westlake
DOCK C Organisationsberatung

Wichtigste Maxime bei den Schulungen: die Wissensvermittlung – aber mit hohem Praxisbezug. Heißt: Die Teilnehmenden lernen Werkzeuge kennen, die sie sofort in ihrem beruflichen Umfeld anwenden können. Geübt wird an praktischen Beispielen aus der Projektarbeit der Teilnehmenden.

Besonders bereichernd: Zeit zu haben, aktuelle Herausforderungen gemeinsam zu analysieren und zu merken „ich bin nicht allein“, neue Lösungen und Impulse für die Projektarbeit zu erhalten, offen sagen zu können, wo die eigenen Lernfelder liegen und auch mal klares und stärkendes Feedback zum eigenen Kommunikationsverhalten zu bekommen.

Ebenfalls wichtig: die nachhaltige Stärkung unternehmensinterner, standortübergreifender Netzwerke. Zwischen den Modulen werden die Teilnehmenden angehalten, sich in Lerngruppen miteinander zu treffen, um gemeinsam an ihrer persönlichen Entwicklung zu arbeiten. Hier entstehen kollegiale Unterstützungsstrukturen, die auch über die gemeinsame Zeit hinaus Bestand haben.

Wenn ein*e Teilnehmer*in am Ende eines Moduls sagt: „Ich gehe gestärkt und gelassen hier raus und habe neue Ideen und Werkzeuge, um meine Herausforderungen anzugehen“, weiß ich: alles richtig gemacht.

Text / Alexander Kerl, Keith Egloff
Fotos / Theodor Barth, Portrait Westlake, DOCK C Organisationsberatung